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Lajes das Flores
Städtchen auf Dorfniveau  
Lajes das Flores
Lajes ist die zweite Kreisstadt auf Flores. Der Ort ist nicht groß und mit rund 550 Einwohnern hat er mitteleuropäisches Dorfniveau. Dennoch ist Lajes ein eigentlich typischer und schöner Küstenort. Die Häuser ziehen sich allerdings auch lose den Berg hinauf. Einige liegen schon zwischen Weiden und Feldern.

Die Geschäfte sind am Inselbedarf orientiert: Mode, Haushalt und Elektro.

Seit 1986 feiert man im Juli das Fest der Emigranten als Gedenktag für alle aus Portugal ausgewanderten Personen. Das Fest ist die größte Feier auf der Insel Flores.


Die Lage:

Lajes das Flores ist der Verwaltungssitz des gleichnamigen Kreises mit den Gemeinden Faja Grande, Fajazinha, Fazenda das Lajes, Lajedo, Lajes selbst, Lomba und Mosteiro.


Geschichte:

Lajes zählt zu den ersten Besiedlungsorten der Azoren im 15. und 16. Jahrhundert. Bereits 1510 gab es hier einen richtigen Ort. Dazu trug natürlich auch der Naturhafen bei. Lajes war auch die erste Kirchengemeinde auf der Insel.
So wurde Lajes bereits 1515 das Stadtrecht zugeteilt. Die folgende Zeit war von einer Art Konkurrenzkampf mit der zweiten Kreisstadt Santa Cruz das Flores geprägt.
Am 18. November 1895 wurde der Bezirk von Lajes aufgelöst. Gouverneur Santa Rita war dafür verantwortlich. Er meinte, dass auf Flores eine Verwaltung genüge. So wurde der Ort wie auch die anderen Gemeinden im Süden von Santa Cruz aus verwaltet. Bereits drei Jahre später wendete sich das Blatt aber wieder. Am 13. Januar 1898 waren die alten Verhältnisse wieder hergestellt.

Seit 1954 hat Lajes mehr als die Hälfte seiner Bevölkerung verloren. Dennoch ist kein Grund zur Tristesse. Der Ortskern ist traditionell gestaltet, sieht man vom neuen Gemeindezentrum mit der Bank einmal ab.


Sehenswürdigkeiten:

Die Kirche Igreja Matriz Nossa Senhora do Rosario ist das imposanteste Gebäude der Stadt. Sie wurde von 1763 bis 1783 erbaut. Die Kirche wurde Mitte des 19. Jahrhunderts restauriert. Von 1907 bis 1910 gab es neue Restaurierungsarbeiten an dem Gotteshaus. Die Front des Gotteshauses ist seit dem 19. Jahrhundert mit Kacheln verkleidet. Die Fassade wird von zwei Türmen mit halbkugelförmigen Kuppeln überragt. Besonders sehenswert ist die Heiligenfigur der Nossa Senhora do Rosario. Sie gilt als eine der schönsten Kunstarbeiten auf Flores. Einige Bilder stammen noch aus der Gründungszeit. Der Hauptaltar wie auch die beiden Seitenaltare sind kunstvoll geschnitzt. Der Kronleuchter kommt von Papst Pius X. als Dank für die rasche Hilfe bei dem Schiffsunglück des Kreuzers RMS Slavonia der Cunard Line vor der Küste im Jahr 1909.

Einen schönen Blick auf die Bucht hat man vom Vorplatz der Kirche. Zwei Araukarien spenden genügend Schatten, um ein wenig Rast zu machen. Auch ein WC findet man hier.
Von dem Vorplatz führt ein Fussweg hinunter zum Hafen.

Neben der Kirche steht das Haus der alten Legatskapitäne.

An der Hauptstrasse gegenüber der Verwaltung findet man einen kleinen Stadtpark mit Pavillon.

Im Friedhof liegt die Ermida da Nossa Senhora das Angustias aus dem 18. Jahrhundert. Spanische Edelleute haben sie errichtet um damit Gott für die Rettung beim Untergang ihres Schiffes zu danken. Die Nuestra Senhora de las Angustias von Kapitän Juan Fernandez Arnal war am 5. April 1727 untergegangen.

1932 wurde die Filarmonica Nossa Senhora do Rosario von Professor Manuel da Silva Junior gegründet. Bereits seit 1885 hatte es mehrere Initiativen dazu gegeben.

Die Heilig-Geist-Kapelle stammt aus dem Jahr 1846.

1918 gründete man die Cooperativa Fructuaria de Producao de Lacticinios dos Morros e Monte. 1931 folgt die Cooperativa Agricola de Nossa Senhora do Rosario.
30t Butter wurden jährlich hergestellt. Im Oktober 1988 schlossen die Tore.

Hafen
Hafen
Im 19. Jahrhundert begann man mit dem Ausbau des alten Naturhafens. Heute ist er nicht mehr nur ein kleiner Fischerhafen sondern vielmehr der wichtigste Umschlagplatz auf Flores.
Unübersehbar ist der neue Kai auf den die Firmen lange Jahre warten mußten. Lange zankten sich die Politiker und am Ende machte Lajes das Rennen um den wichtigsten Hafen auf der Insel. Viel Geld von der EU und der Regionalregierung wurde im langen Wellenbracher und den halbwegs modernen Hafeneinrichtungen verbaut. Und immer wieder gab es Rückschläge, denn die Winterstürme setzten der neu gebauten Hafenmole immer wieder stark zu. Am 12. Juni 1994 wurde der neu ausgebaute Hafen schließlich übergeben.
Neuankömmlinge von See her finden eigentlich immer einen freien Platz. Nur im Sommer in der Hochsaison des Thunfischfangs machen einige Fischtrawler an der Kaimauer fest. Auch ein Kran ist im Hafen vorhanden.

Bis 1981 war der Walfang für viele Menschen der Lebensunterhalt. Begünstigt durch den Hafen war Lajes eine gute Basis der Walfänger. Am 24. November 1981 schließlich wurde der letzte Pottwal harpuniert. Die alte Walfabrik ist samt Schornstein teilweise zugunsten von Stellflächen und Lagerhäusern abgerissen. Nur noch die Bootshäuser stehen so oberhalb der alten Hafenmauer, die ein Teil des alten Forts war das die Hafeneinfahrt einst schützen sollte. In den Resten der Walfabrik soll einmal ein Walmuseum entstehen.

Vom Hafen aus sind es auch nur ein paar Schritte zum etwas versteckt in der Flussmündung liegenden Badestrand.

Etwas außerhalb liegt der imposante Leuchtturm dessen Licht schon seit langem den Kapitänen auf dem Weg gen Westen eine wichtige Navigationshilfe ist. Er steht rund 90m hoch über dem Meer. Sein Licht reicht 26 Seemeilen.

Hier wurde beim Leuchtturm auch der Sender von der Estacao Radio Naval das Lajes aufgebaut, der den Schiffen die aktuellen Wetterinformationen mitteilte. Eine eigene Siedlung hat sich drum herum angesiedelt und wurde von der portugiesischen Marine bewohnt. Im Jahr 1993 wurde der Dienst von Radio Naval nach 40 Jahren eingestellt. Einige Arbeitsplätze gingen dabei in Lajes verloren. Heute sind die Häuser zu Unterkünften umfunktioniert, die man über die Verwaltung buchen kann.

Am Leuchtturm und dem Sportplatz vorbei geht es nach einem Kilometer auf einem kleinem Weg links zum vielleicht best gehüteten Inselgeheimnis, der Faja de Lopo Vaz. Allerdings muss man ab dem Picknickplatz Parque de Lazer zu Fuss weitergehen.

Westlich von Lajes liegt die Naturerscheinung des knapp 600m hohen Morro dos Frades. Die Silhouette der beiden Felsen ähneln mit etwas Phantasie einer Nonne und einem Mönch.

Kleiner Sandstrand am Hafen

Busverbindung dreimal wöchentlich Mo/Mi/Fr nach Santa Cruz

Das Heilig-Geist-Fest feiert man in der siebten Woche nach Ostern, am 29. Juni feiert man Sao Pedro, am dritten Wochenende im Juli die Festa do Emigrante und am ersten Sonntag im Oktober Nossa Senhora do Rosario mit großer Prozession.


Restaurants, Cafes und Bars:

BEIRA MAR
Vila de Baixo
Tel: 00351 292 593153
Lage direkt am Hafen. Regionale Spezialitäten, vegetarische Gerichte und Pizza.

BRANDAO
Rua Dr. Jose F. Pimentel, 7
Tel: 00351 292 593435
Snack-Bar

CASA DO REI
Monte de Cima, 33
Tel/Fax: 00351 292 593262
Spezialitäten vom Grill. Nur auf Vorbestellung!

OCIDENTAL
Snack Bar mit Pizzas und Hamburger.

PIZZARIA FLORES
Fazendas
Tel: 00351 292 593153

PORTO VELHO
Avenida do Emigrante, 1
Tel: 00351 292 593525
Snack-Bar.

POUSADA LAJES DAS FLORES
Avenida do Emigrante, 16
Tel/Fax: 00351 292 593547
Restaurant in gleichnamiger Unterkunft.


Hotels und Unterkünfte:


Residencials/Pensionen:

POUSADA LAJES DAS FLORES
Avenida do Emigrante, 16
9960-431 Lajes das Flores
Tel/Fax: 00351 292 593547
7 einfache Zimmer in kleiner Pension, 4 davon mit eigenem Bad. Aufmerksamer Service. Aussichtsreiche Lage oberhalb des Leuchtturms. DZ: 35€.

Casa de Hospedes und Privatunterkünfte:

ALOJAMENTO TURISTICO DA EX-RADIO NAVAL
Camara Municipal das Lajes das Flores
9960 Lajes das Flores
Tel: 00351 292 590800
Fax: 00351 292 590826
eMail: cmlflores@hotmail.com
19 kleine Bungalows T2 und T3 in der alten Marine-Siedlung direkt am Leuchtturm denen es allerdings teilweise von aussen am Glanz fehlt. Offiziell geöffnet von Mai Mai bis September. Organisation über die Stadtverwaltung. Preis pro Nacht ab 37€.

MARIA GABRIELA DA COSTA SOUSA DIAS
Avenida Peixoto Pimentel
9960 Lajes
Tel: 00351 292 593525
5 Zimmer

MARIANNE STRASSER
Rua Peixoto Pimentel, 29
Monte de Cima
9960-474 Lajes das Flores
Tel:/Fax 00351 292 593262
eMail: marianne.strasser@oninet.pt
Kleines aber nettes Zimmer etwas außerhalb.


Verwaltung:


Heraldica Lajes das FloresCAMARA MUNICIPAL DAS LAJES DAS FLORES
Avenida do Emigrante
9960-431 Lajes das Flores
Tel: 00351 292 590800
Fax: 00351 292 590826
eMail: geral@cmlflores.raacores.net
Internet: www.cmlflores.raacores.net

JUNTA DE FREGUESIA DO CONCELHO DAS LAJES
Avenida Peixoto Pimentel
Tel: 00351 292 593294


Gesundheit:


CENTRO DE SAUDE DAS LAJES DAS FLORES
Tel: 00351 292 593165


Polizei:


POSTO POLICIAL DAS LAJES DAS FLORES
Tel: 00351 292 593186


Post:

CORREIOS DE PORTUGAL SA
Rua Dr. Rodrigues Faria
9960 Lajes das Flores
Tel: 00351 292 590120


Hafenverwaltung:

JUNTA AUTONOMA DO PORTO DA HORTA
Tel: 00351 292 593437

POSTO MARITIMO LAJES DAS FLORES
Tel: 00351 292 593005


Clube Naval:

CLUBE NAVAL DE LAJES DAS FLORES
Porto
9960 Lajes das Flores
Tel: 00351 292 593145


Taxi:

- Lurdes Andrade, Tel: 00351 292 593263
- Cesar Fonseca, Tel: 00351 292 593692
- Manuel Jose, Tel: 00351 292 593421


Kunsthandwerk:


CASA ZELIA
Rua Santo Antonio, 7
9960 Lajes das Flores
Tel: 00351 292 593417

O ARTESAO
Monte de Cima, 3
9960-474 Lajes das Flores
Tel/Fax: 00351 292 593262


Leuchtfeuer:

PONTA DAS LAJES:
39°22,5'N, 31°10,4'W
Fl (3) W 28s 90m 26M

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