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Faial
Insel der Seefahrer  
Blick über Horta
Blick über Horta
Bildergalerie FaialFaial ist eine der fünf Inseln der Zentralgruppe der Azoren. Sie hat wegen ihre Fülle an blauen Hortensien auch den Beinamen 'Blaue Insel' - und ist zurecht die Ilha Azul.

Etwa 15.000 Menschen leben heute auf der fast fünfeckigen Insel Faial.
Die Hauptstadt ist Horta, ein charmanter Ort mit Geschichte, der auch heute noch architektonisch mit seinen herrschaftlichen Gebäuden viele Highlights zu bieten hat und zurecht zu den schönsten Städtchen auf den Azoren zählt.

bemalte Hafenmauer
bemalte Hafenmauer
Ein Besuch der Insel Faial ist vor allem für Segler ein Muss. Horta ist geradezu die Zwischenstation schlechthin für Atlantiküberquerer. Hier rasten jährlich über 1.700 Segler und Kreuzfahrer im internationalen Yachthafen und verleihen damit der Insel ein internationales Flair.
Im Hafen, dem Ankerpunkt der Weltenbummler, trifft man daher auf Leute aus aller Welt - und das schon seit Jahrhunderten. Schnell ein Bild auf die inzwischen bunt dekorierten Hafenmauern gepinselt geht es dann auch schon ins berühmte Peter Café Sport, der berühmtesten Bar des Atlantiks.

Das bunte Leben prägt nicht nur Horta, sondern das ganze Leben auf der Insel. Faial hat also seinen besonderen Reiz.
Den Namen verdankt die Insel übrigens dem endemischen bis zu 20m hohen Gagelbusch myrica faya.

Blick auf Horta
Blick auf Horta
Faial war schon immer offen für Neues aus aller Welt. Bereits im 15. Jahrhundert waren mit Josse van Huerters Landsleuten aus Flandern die ersten Ausländer auf der Insel. Die Flamen suchten Edelmetalle - erfolglos - und blieben schließlich wegen der Fruchtbarkeit des Landes. Eine seiner Töchter heiratete den Globus-Erfinder Martin Behaim, der auch einige Jahre in Horta lebte.
Im 18. Jahrhundert kamen neue Fremde: amerikanische Walfänger füllten im Hafen von Horta ihre Proviantlager auf und heuerten mutige junge Männer für ihre Schiffe an. Die Vereinigten Staaten reagierten und schickten eigens einen Konsul auf die Insel, John Dabney aus Boston. Kaum einer prägte den industriellen Aufschwung der Insel wie er. In seinen Fabriken schuf er zahlreiche neue Arbeitsplätze.
Der Übergang vom 19. ins 20. Jahrhundert brachte Faial und vor allem Horta abermals in die Schlagzeilen. Die Telegraphenkabel durch den Atlantik führten über Horta. Hier gab es Relais und Verstärkerstellen. Die Stadt wurde der neue
altes Telegrafenviertel
altes Telegrafenviertel
Knotenpunkt der Welt und alle großen Telegraphengesellschaften hatten hier einen Stützpunkt. Später landeten Wasserflugzeuge auf halbem Weg über den Atlantik in der Bucht und während des Zweiten Weltkriegs war der Hafen ein Stützpunkt der Alliierten: innerhalb von drei Jahren machten mehr als 2.000 Kriegsschiffe fest.
Die moderne Technik hat Faial zwar die Grundlage des Wohlstands entzogen, die Inselbewohner haben sich aber geschickt angepasst. Inzwischen ist man politisches und kulturelles Zentrum der Azoren.

Caldeira
Caldeira
Die Insel Faial steigt von allen Seiten aus zur mächtigen Caldeira auf, einem großen Krater, der die Insel im Zentrum dominiert. Vom Kraterrand kann man die Insel in alle Richtungen überblicken. Hier findet man auch den höchsten Gipfel der Insel, den 1.043 m hohen Cabeco Gordo. Das Gebiet steht unter Naturschutz. Die Hänge sind weitgehend bewaldet. Das war allerdings nicht immer so, denn nach der Besiedlung wurde die Insel rasch gerodet und so mußte sogar eine Zeit lang Holz vom benachbarten Pico als Brenn- und Baustoff importiert werden.

Ponta dos Capelinhos
Capelinhos
In Richtung Westen zieht sich eine Reihe kleinerer Vulkankegel, die am Vulcao dos Capelinhos enden. An diesem Naturmahnmal gab es 1957/58 gewaltige Eruptionen. Wochenlang bebte die Erde an der Ponta dos Capelinhos. Vier Kilometer hoch ragten die Aschesäulen in den Himmel. Der Vulkan spuckte ein Jahr lang.
Vom Leuchtturm sieht man seitdem nur noch das erste Stockwerk herausragen. Die Insel hat sich dabei um 2,4 km² vergrößert.
Schon seit Jahrhunderten kommt die Insel nicht mehr zur Ruhe. Bereits im Jahr 1672 war der Cabeco do Fogo im Nordwesten ausgebrochen und hatte zahlreiche Familien ausgelöscht. Die Hänge waren aber schnell wieder bewachsen. Heute ist der Wald an seinen Flanken so dicht, dass man nur schwer hindurch kommt.
Hortensien
Hortensien

Überhaupt ist der Norden von Faial noch dicht begrünt. Die Felder und Wiesen sind im Juli und August von dichten, blau schimmernden Hortensienhecken getrennt. Zusammen gereiht ergeben die sie eine Länge von über 50 km. Sie scheinen einfach nicht mehr aufzuhören und ziehen sich endlos am Rand der Felder und Wege entlang.
Man findet aber auch Rosen, Brunnenkresse oder Ackerwinden in dem gerade im Sommer bunten Blumenmeer.
Strand in Almoxarife
Strand von Almoxarife

Im Hochland wohnt kaum jemand. Weite Teile davon sind noch dicht bewachsen. Der Osten fällt sanft zur Küste hin ab. Die Küste ist geprägt von steilen Felsabschnitten und kleinen Sandbuchten. Zum Baden gibt es einige schöne Strände. Die meisten befinden sich im Umfeld der Hauptstadt Horta, am Porto Pim und der Praia do Almoxarife. Ein weiterer liegt in der Bucht von Praia do Norte. Darüber hinaus gibt es noch einige Naturschwimmbecken und felsbuchten.

Kirchen-Ruine in Ribeirinha
Ruine in Ribeirinha
Die Ortschaften auf Faial sind meist einfache Straßendörfer die sich an der Inselrundstrasse EN1 entlang ziehen. Man darf allerdings nicht verwundert sein, wenn man in den meisten Ortschaften Ruinen und mit Rissen durchzogene Fassaden sieht: 1998 zerstörte ein schweres Erdbeben einige Dörfer und noch heute hat sich die Insel nicht ganz von den Folgen erholt. Viele Menschen wurden bei dem Beben obdachlos. Ganze Siedlungen
Windmühle an der Ponta da Espalamaca

Mühle bei Ponta
da Espalamaca

fielen zusammen. Noch heute leben einige Familien in den damals aufgestellten Wohncontainern und nur zögerlich kann man die Schäden an den Gebäuden wieder beseitigen.

Aus der Hügellandschaft ragen immer wieder rote Lichtblitze: wie auf Graciosa trifft man auch auf Faial noch auf die ein oder andere Windmühle. Die meisten noch gut erhaltenen befinden sich auf dem Bergrücken von Espalamaca. Vom Miradouro de Nossa Senhora da Conceicao auf der Espalamaca-Anhöhe hat man auch einen wunderschönen Blick über die Stadt in der weiten Bucht.

in Horta
in Horta
Faial läßt sich leicht auf die Hauptstadt Horta reduzieren. Hier findet man noch eine Vielzahl an historischen Gebäuden und zusammen mit den Museen sollte man locker einen ganzen Tag für einen Besuch einplanen. Der Hafen dieser überaus lebendigen Stadt mit mediterranem Touch war über Jahrhunderte hinweg ein wichtiger Zwischenstopp auf der Transatlantikroute.
Auch heute noch machen viele Segler mit ihren Yachten hier fest um neuen Proviant aufzunehmen oder kleine Reparaturen durchzuführen. Unzählige bunte Bilder prangern an der berühmten Hafenmauer. Skipper haben sich hier seit Jahrzehnten verewigt. Vorbeischauen sollte man auch in Peter's Café Sport, dem Treffpunkt der Skipper. Im
Semana do Mar
Semana do Mar
ersten Stock des Hauses verbirgt sich auch eine umfangreiche Scrimshaw-Sammlung, gravierte, geschickt verzierte Walfischzähne.

Anfang August, in der Semana do Mar, ist auf Faial alles auf den Beinen: mit Sportveranstaltungen im Hafenbecken, Kunstgewerbe, Musik und Verkaufsstände feiert man den berühmten Hafen.

Faial ist in zwei Tagen erkundet. Für eine Inselrundfahrt benötigt man gerade zwei Stunden. Lohnenswert ist ein Besuch an der Ponta dos Capelinhos mit dem Leuchtturm, Besucherzentrum und der Aschewüste. Bei Capelo gibt es auch einen netten Waldpark. Vom Miradouro da Ribeira das Cabras bei Praia do Norte hat man einen wunderschönen Blick auf die Bucht im Westen. Nicht fehlen im Rundreiseprogramm darf selbstverständlich eine Auffahrt zur Caldeira.

Pico
Pico
Ein Tagesausflug ist auch auf das 30 Bootsminuten entfernte Pico lohnend, deren alles dominierender Vulkankegel in seinem wahren Ausmaß erst von Faial aus so richtig zu sehen ist. Jeden Tag zeigt er ein anderes Gesicht. Mal ist er in dichte Wolken gehüllt, mal zeichnen sich seine Flanken deutlich vom Horizont ab und ganz typisch ist auch der kleine Wolkenhut am Gipfel. Im Winter scheint das obere schneebedeckte Viertel in einem sanften Weiß über den Kanal herrüber.
Gute und regelmässige Schiffsverbindungen bhestehen zu der Nachbarinsel Pico und nach Sao Jorge.

Rund 45 Seemeilen südwestlich der Insel liegt die bei Tauchern beliebte Princess Alice Bank, benannt nach dem Forschungsschiff von Prinz Albert I. von Monaco. Der höchste Punkt reicht bis 35 m unter die Meeresoberfläche.


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Azoren Azoren Azoren Azoren Azoren
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