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Lajedo
der Ort der Steinhäuser
Lajedo ist ein kleines Dorf im Südwesten. Es liegt hoch
über dem Meer und birgt eine Reihe traditioneller Steinhäuser,
die noch ohne Lehm gebaut wurden.
Der kleine Ort Lajedo ist wie viele andere geprägt von
einer langen Auswanderungswelle. Im 18. Jahrhundert gingen
viele nach Brasilien. Im 19. Jahrhundert war Amerika und Kanada
das Auswanderungsziel.
Der Großteil der heute noch gut 100 Menschen im Ort
lebt von der Viehzucht und der Landwirtschaft. Vor allem Mais
und Kartoffeln werden angebaut.
Sehenswürdigkeiten:
Lajedo
Der Ort Lajedo zählt zu den ältesten auf der Insel Flores. Die Kirchengemeinde
wurde 1781 mit einer kleinen Kapelle gegründet. Sie wurde
Nossa Senhora dos Milagres gewidmet.
1823 wurde der Pfarrbezirk dann eingetragen und 1868 schließlich
wurde unter Pater Francisco Luis de Freitas Henriques die
Kirche Ermida de Nossa Senhora dos Milagres neu gebaut.
Aus dem Jahr 1885 stammt das Casa do
Espirito Santo. Die Heilig-Geist-Kapelle mit den braunen
Türen steht direkt gegenüber der Kirche.
Etwas oberhalb des Gemeindehauses gibt es einen kleinen Laden.
Rund um den Ort gibt es zudem einige interessante Felsformationen.
Oberhalb von Lajedo liegt etwas nördlich die Felsformation Rocha
dos Bordoes.
Am 4. Februar 1978 kam der Strom in den Ort und die Strassenbeleuchtung
wurde von Walöl auf Elektrizität umgestellt.
Wer es noch abgelegener mag, kommt von hier aus nach Costa
do Lajedo und Castelo abwärts zum Meer. Dabei passiert
er das Portal da Faja, wo auch ein Kreuz über den tiefer
gelegenen kleinen Dörfern wacht.
Costa selbst besteht nur aus ein paar Häusern. Das Schulhaus
ist aufgegen und die kleine Kapelle bietet genügend Platz
für die wenigen hier noch wohnenden Menschen.
In Costa gibt es am Meer die heissen Quellen Aguas Quentes. Eine Analyse aus dem Jahr 1970 besagt
Heilwirkung bei Rheumatismus.
Man findet die heissen Schwefelquellen weit hinter den letzten
Häusern des Ortsteils Costa. Dazu fährt oder läuft
man den Weg durch den Ort hindurch bis an sein asphaltiertes.
Hier steht am Strassenrand ein kleines Hinweisschild das den
Beginn des Wanderwegs markiert. Von hier aus folgt man rund
eine halbe Stunde den Schildern bis hinab zu einer kleinen
Bucht unterhalb der steilen Felswand. Der letzte Teil ist
etwas abenteuerlich.
Südöstlich fällt der Blick auf den Steilhang
der Rocha Alta. Rund 400m ragt
hier die Steilklippe empor. Die Küste ist hier sehr zerklüftet
und von einigen Felsnadeln geprägt. Die Faja da Quebrada
Nova am Fuss der Klippe entstand erst 1980 nach einem Erdrutsch
an der Rocha Alta.
Am
29. Juni feiert man Sao Pedro und am 15. August Senhora dos
Milagres.