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Caldeirao
die Caldeira der Azoren
Caldeirao
Der Caldeirao ist die Hauptattraktion der Insel Corvo.
Und es bleibt auch die Einzige.
Der Krater ist ein Naturereignis und hat einen Umfang von
ca. 3,5 Kilometern. Er fällt rund 300 m steil nach innen
ab. Seine Westküste stürzt fast senkrecht ins Meer.
Bei klarem Himmel ist er daher ein schönes Fotomotiv.
Allerdings zeigt der Berg seinen Riesenkrater nur selten und die meiste Zeit ist das Prachtstück in dicken Wolken verhangen.
Der Vulkan ist rund 2 Mio. Jahre alt und seitdem nicht mehr
aktiv. Die leeren Magmakammern im Inneren des Vulkans ließen
ihn zusammenstürzen.
Kraterseen
In den Krater kann man auf einem Wanderweg absteigen. Man
trifft am Rand auf Viehweiden und im Kratergrund auf zwei
Seen. Das Innere des Kraters ist an vielen Stellen von bunt schillernden Moosen bedeckt. Der Untergrund ist von den Kühen ausgetreten und das Vorankommen abseits der Pfade beschwerlich.
Wer gut zu Fuß ist kann den Marsch ohne fremde Hilfe
angehen. Für die bequemeren Urlauber gibt es inzwischen
einen Minibus oder Ersatzfahrzeuge, die einen geradewegs hinauf
zum Kraterrand befördern.
Die Strasse ist durchweg asphaltiert und Alternativen hat
man auf der kleinen Insel Corvo ja eh nicht.
Zufahrtstraße
Die Fahrt auf dem seit 1996 komplett asphaltierten, rund 7 km langen Weg zum
Krater hinauf vermittelt einem das typische Bild der Azoren:
Viehweiden sind durch Mauern und Hortensienhecken getrennt.
Kurz hinter Vila Nova passiert man die Hütten von Calcadas.
Hier wohnt allerdings niemand mehr. In den meist zweistöckigen
und oft unverputzten Palheiros wird das Heu gelagert. Überall
sieht man Kühe, denn auf Corvo sind die Rindviecher gegenüber dem Mensch in der Überzahl.
Die im Vergleich zur Bevölkerung mehr als doppelt so hohe Zahl an Rindern zeigt also, wer der
eigentliche Herrscher der Insel ist. Auch Wildpferde gibt
es auf der sonst so kleinen Insel noch.
Farol
Knapp 1 km hinter Calcadas folgt an der Strasse der Aussichtspunkt Miradouro da Fonte Doce. Hier
feiert im Sommer abends ungestört die Dorfjugend.
Auf halbem Weg passiert der Weg den Coroa do Pico. Ab hier
geht die Strasse links steil aufwärts. Wer den Weg nach
rechts wählt kommt 3 km zum Leuchtturm an der Canto da Carneira.
Weiter oben folgt ein Rinderrost. Ab hier gehört das gesamte gebiet den freilaufenden Rindviechern.
Wer den Caldeirao zu Fuß besteigt kann hier beim Abstieg
auch auf einem alten Weidepfad in der Natur wieder nach Vila
Nova hinunter wandern.
Miradouro do Caldeirao
Nach gut sechs Kilometern ist das Ende erreicht. Wenn man
die Strecke zu Fuß hochgelaufen ist, hat man nach zwei bis
drei Stunden eine Pause auch verdient. Vom 560 m hoch gelegenen
Aussichtspunkt Miradouro do Caldeirao blickt man in den vielleicht schönsten Krater
der Azoren. Dazu muss
es allerdings klar sein, denn oft hängen Wolken über
dem Krater. Er hat an seinem oberen Rand einen Umfang von
knapp 6,5 Kilometern. Mit rund 718 m Höhe ist der Morro
dos Homens an seinem südlichen Rand der höchste
Punkt der Insel. Die Nordseite ist etwas flacher. Der Serrao Alto misst 663 m.
steile Kraterflanken
Nun kann man sich entscheiden, ob man am Kraterrand ein wenig
umherwandert oder den Abstieg ins 160 m tiefer gelegene Kraterbecken
links des Aussichtspunktes angeht. Um die zwei gelblich-grünen
Seen herum ist alles dicht bewachsen. In beide Seen ragen
mehrere Halbinseln hinein. Die Seen sind je nach Regenfall
mal mehr, mal weniger gefüllt und stürzen nach längerem
Regen auf der Westseite der Insel in einem Wasserfall ins
Meer ab. Moos und Weideland muss man im Tal des Kraters durchqueren.
Es ragt einem bis an die Knie hoch und erinnert einen mehr
an eine Sumpflandschaft. Vögel zwitschern entlang des
Wegs. Die Hänge der Caldeira sind mit Steinmauern deutlich
sichtbar unterteilt.
Auf dem Rückweg lohnt ein Abstecher zum abgelegenen Aussichtspunkt Pao de Acucar. Von hier aus blickt
man herrlich auf Vila
Nova und die Südküste.